Was soll das bedeuten?

Kategorie: Schöne Weihnachtslieder

Was soll das bedeuten? Es taget ja schon.
Ich weiß wohl, es geht erst um Mitternacht rum.
Schaut nur daher. Schaut nur daher.
Wie glänzen die Sternlein je länger, je mehr.

Treibt z'sammen, treibt z'sammen die Schäflein fürbaß!
Treibt z'sammen, treibt z'sammen, dort zeig ich euch was:
Dort in dem Stall, dort in dem Stall
werdet Wunderding sehen, treibt z'sammen einmal!

Ich hab nur ein wenig von weitem geguckt,
da hat mir mein Herz schon vor Freuden gehupft:
Ein schönes Kind, ein schönes Kind
liegt dort in der Krippe bei Esel und Rind.

Autor: unbekannt

Kurze einleitende Zusammenfassung

"Was soll das bedeuten?" ist ein echter Geheimtipp unter den deutschen Weihnachtsliedern. Es ist weniger bekannt als "Stille Nacht", besitzt aber einen unverwechselbaren Charme durch seine erzählerische Perspektive. Das Lied schildert die Weihnachtsgeschichte nicht aus der Sicht der Anbetenden, sondern aus der verwunderten Sicht eines Hirten, der das unerwartete Aufleuchten des Morgensterns am nächtlichen Himmel beobachtet. Diese unmittelbare, fast naive Erzählweise macht es zu einem besonderen Juwel im Repertoire der Adventsmusik.

Inhaltliche Deutung & Botschaft

Die Kernbotschaft des Liedes ist die freudige und staunende Entdeckung des Wunders von Bethlehem. Es geht um den Moment der unvermittelten Erkenntnis. Der Hirte fragt sich zunächst, was das frühe Tagen am Nachthimmel zu bedeuten habe, wird dann aber von der Freude überwältigt, als er das Christkind in der Krippe erblickt. Die Botschaft lautet: Das Göttliche bricht unerwartet und wunderbar in die alltägliche Welt ein und verwandelt sie. Die Aufforderung "Treibt z'sammen" ist ein Aufruf zur Gemeinschaft, dieses Wunder gemeinsam zu schauen und zu teilen.

Kulturelle und historische Bedeutung

Das Lied hat seine Wurzeln im alpenländischen Raum, vermutlich in Österreich oder Süddeutschland. Die mundartlichen Formen wie "z'sammen" oder "fürbaß" verraten seinen regionalen Charakter. International ist es nicht so weit verbreitet wie andere Weihnachtsklassiker, was ihm aber eine besondere Authentizität im deutschsprachigen Raum verleiht. Es wird oft in kleineren Chören, Familien oder in ländlichen Gemeinden gesungen und bewahrt so einen volksnahen, traditionellen Ton. Übersetzungen oder große internationale Adaptionen sind nicht prominent, was den Fokus auf den originalen, herzlichen Text legt.

Welche Stimmung erzeugt das Lied?

"Was soll das bedeuten?" erzeugt eine einzigartige Mischung aus staunender Neugier, aufkeimender Vorfreude und schließlich reinem, unverfälschtem Frohsinn. Die Melodie ist meist beschwingt und nicht zu feierlich, was eine herzliche und fast heimelige Atmosphäre schafft. Es ist die Stimmung des Augenblicks, in dem sich das Unerklärliche offenbart und das Herz vor Glück hüpft, wie es im Text heißt. Es fühlt sich weniger wie eine kirchliche Hymne, sondern mehr wie die freudige Erzählung eines guten Freundes an.

Für welche Anlässe eignet sich das Lied?

Dieses Lied passt perfekt in die frühen Abende der Adventszeit, besonders wenn man sich auf das Weihnachtsfest einstimmen möchte, ohne schon die volle Feierlichkeit des Heiligen Abends zu beschwören. Es ist ideal für das gemeinsame Singen beim Plätzchenbacken, auf dem Weihnachtsmarkt-Spaziergang oder beim gemütlichen Beisammensein am Adventskranz. Durch seinen erzählenden Charakter eignet es sich auch wunderbar für kleine Krippenspiele oder als musikalische Untermalung beim Vorlesen der Weihnachtsgeschichte.

Für wen eignet sich das Lied?

Das Lied spricht besonders Familien mit Kindern und alle an, die einen direkten, emotionalen Zugang zur Weihnachtsgeschichte suchen. Die einfache, bildhafte Sprache und die Geschichte aus Sicht des Hirten sind für Kinder leicht nachvollziehbar und faszinierend. Ebenso begeistert es Erwachsene, die nach traditionellen, aber nicht alltäglichen Weihnachtsliedern suchen. Chöre, die ihr Repertoire um regionale Perlen erweitern möchten, finden hier ein wunderbares Stück.

Für wen eignet sich das Lied weniger?

Wer ausschließlich nach feierlichen, ruhigen und meditativen Chorälen sucht, wie "O du fröhliche", könnte die beschwingte und erzählerische Art dieses Liedes vielleicht als zu volkstümlich empfinden. Auch für sehr formelle, offizielle Weihnachtsgottesdienste, in denen eher die großen klassischen Hymnen im Vordergrund stehen, wird es seltener gewählt. Menschen, die keinen Bezug zur deutschsprachigen oder alpenländischen Tradition haben, könnten den speziellen Charme der Mundart vielleicht zunächst nicht voll erfassen.

Abschließende Empfehlung

Wähle dieses Lied genau dann, wenn du einen Moment der unmittelbaren, freudigen Überraschung in deiner Adventszeit schaffen möchtest. Der perfekte Moment ist ein gemütlicher Dezemberabend, vielleicht beim Anzünden der Kerzen, wenn die Geschichte von Bethlehem neu und frisch erklingen soll. Es ist das Lied für den Augenblick, in dem du dir selbst wie der Hirte vorkommst, der das Wunder zum ersten Mal entdeckt. Lass dich von seiner neugierigen Frage "Was soll das bedeuten?" anstecken und folge der Musik hin zu dem Kind in der Krippe – ein garantiert bereicherndes Erlebnis abseits der ausgetretenen Weihnachtspfade.

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